Sie lebt und arbeitet in Berlin und Amsterdam. In ihren Arbeiten (Malerei/
Installation/ Videoinstallation) spiegelt sie die vielfältige Fassaden von Gefühl mit scharfen Witz und skurieler Energie. Sie benutzt unter anderem Einflüsse von Fernseh- und Film-bilder-Klishees um mit psychologischer Raffinesse den Kern der Seifenblasen darzustellen. Sich meistens selbst Model, gerät ihre Demaskierung um so gnadenloser. Sie weiß um
die Macht der manipulierte Bilder. In Verbindung mit ihrer Poesie ist Vorsicht
geboten.
(Katharina Neubert zur Ausstellung IK WIL DE ZIN VAN HET LEVEN WETEN EN DE VOLMAAKTE
LIEFDE VINDEN, die box/Berlin
Cisca Bogman bittet Sie hier zu ebener Erde in ihr "Bogman Immobilien"-Büro.
Sie dürfen eintreten und schweigen, sich aber auch in berufstypischem Ambiente
animieren lassen zu einer Auseinandersetzung um Behaust- und Unterwegssein, Bleiben
und Weggehen, Abreisen und Ankommen.
Das, was Sie auf den ersten Blick vermuten, ist nicht das, was die Künstlerin
offeriert. Sie selbst ist in ihrem Leben 14 x umgezogen. Ihre Eltern wechselten
in 49 Jahren 39 x ihr Domizil, wovon der Vater der Künstlerin in dem hinter
dem Schreibtisch laufenden Video im Ton der Begeisterung erzählt. Im ausgebauten
Wohnwagen hat die Familie gewohnt und in schmucken Landhäuschen, hier und
dort, in Europa und Australien, insgesamt in vier verschiedenen Ländern.
Und das mit sieben Kindern. Eine Meisterleistung nomadischen Bewußtseins.
Der im Eingangbereich laufende Film "Hilf mir" von Cisca Bogman verknüpft
Fotos von anonymen Häuserfassaden mit Ansagen eines Unbekannten, die die
Künstlerin seit 10 Jahren auf ihrem Anrufbeantworter findet. Die Künstlerin
lebt mit dieser Belastung, daß ihr jemand in einem kranken Abhängigkeitsverhältnis
hinterhertelefoniert - ohne Aussicht auf Erlösung, auf keiner Seite."
(Christoph Tannert zur Ausstellung LEBEN, WOHNEN, ARBEITEN im GEHAG Forum)
Cisca Bogman in der Ausstellung RESERVOIRVIII
Als hätten sie es geahnt, wie heftig die Debatten um das „schwarze
Gold“ werden wurden: „Rohstoff -Treibstoff - Kunststoff“ heißt
es diesmal im Untertitel der jährlicher Ausstellung „Reservoir“ im
Großen Wasserspeicher, und gewidmet sie aktuellen Installationen aus
Licht, Klang und Erdöl. In welchen Varianten dieser Rohstoff unser Leben
bestimmt, deutet die Dia-Sound- Installation von Cisca Bogman an. Die vom Strandgut
der Zivilisation handelt. Ihr bunter Teppich besteht aus profanem Plastikmüll
und weist (…) vieldeutig auf die Kehrseite des Konsums (…)
(Berliner Morgenpost zur Ausstellung RESERVOIR VIII)
Unsere Partner/ Links: